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Allgemein

Quelle: waldschweiz.ch
Nachfolgend einige Zahlen zum Schweizer-Wald, welche Sie vielleicht noch nicht kannten:

  • Ein Drittel der Landesfläche ist mit Wald bedeckt.
  • Diese Fläche wird von ca. 117’000 km Waldrand umschlossen.
  • Das ergibt rund 1,28 Mio. Hektaren Wald oder knapp 1’520 m2 je Einwohner/in.
  • Die Waldfläche nimmt zu – jährlich um ca. die Fläche des Thunersees.
  • Der Gesamtvorrat an Holz, der im Schweizer Wald steht, beträgt ca. 427 Mio. m3.
  • Jedes Jahr wachsen in der Schweiz 10 Mio. m3 Holz nach.
  • Ohne den Wald zu übernutzen, könnten jährlich 7 bis 8 Mio. m3 Holz geerntet werden.
  • Der jährliche Holzverbrauch der Schweiz liegt mitsamt Importholz bei fast 11 Mio. m3.

Bäume

  • Ca. 535 Mio. Bäume stehen im Schweizer Wald.
  • Pro Einwohner/in ergibt das 66 Waldbäume.
  • Die drei häufigsten Bäume sind Fichte (Rottanne), Tanne und Buche.
  • Es gibt über 130 Baum- und Straucharten, die im Wald heimisch sind.
  • 77% des Holzvorrates werden durch die drei häufigsten Baumarten abgedeckt.
  • Nadelhölzer machen ⅔ des Holzvorrates aus; Laubbäume ⅓.
  • Schweizer Bäume sind durchschnittlich ca. 100 Jahre alt.
  • Eine 100-jährige Buche hat ca. 500’000 Blätter.
  • Die ältesten Bäume der Schweiz (Eiben) werden auf etwa 1’500 Jahre geschätzt.
  • Der grösste Baum der Schweiz, eine Douglasie, ist 61 m hoch.
  • Die Zitterpappel produziert bis zu 500 Mio. Pollen im Frühling.

Arbeiten im Wald

  • Mehr als 700 Forstbetriebe bewirtschaften den Wald.
  • Zusätzlich arbeiten ca. 850 mobile/flexible Forstunternehmen im Auftrag der Waldbesitzer.
  • Auch nutzen und pflegen Tausende Private (z. B. Landwirte) ihren Wald eigenhändig.
  • 6’200 Beschäftigte zählt die Forstwirtschaft, rund 7’500 die Rohholzverarbeitung.
  • Die gesamte Wald- und Holzwirtschaft bietet mehr als 100’000 Arbeitsstellen.
  • Die Arbeit im Wald ist gefährlich. Fast 1’500 Arbeitsunfälle ereignen sich pro Jahr.
  • Rund 4.5 Mio. m3 Holz im Wert von mehr als CHF 380 Mio. werden jährlich geerntet.
  • Davon sind ca. zwei Drittel Nadel- und ein Drittel Laubholz.
  • Etwa die Hälfte des Holzes wird als «Stammholz» verkauft, rund ein Drittel ist «Energieholz».
  • Die Bruttowertschöpfung der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft liegt bei CHF 4.5 Mrd./Jahr.
  • Ca. 30’500 km Waldstrassen ermöglichen die Waldpflege und die Bewirtschaftung.

Waldleistungen

  • Gut 40% des Waldes haben eine Schutzwirkung (z. B. vor Steinschlag oder Lawinen).
  • Das sind ca. 6’000 km2 Wald.
  • Wald schützt etwa 130’000 Gebäude und mehrere Tausend Kilometer Verkehrswege.
  • Der Wert der Schutzwirkung des Waldes liegt bei ca. CHF 4 Mrd./Jahr.
  • Rund 40% des Trinkwassers stammen aus dem Wald.
  • Etwa die Hälfte aller Grundwasserschutzzonen der Schweiz liegt im Wald.
  • Die Filterwirkung erspart Wasseraufbereitungskosten (ca. CHF 80 Mio./Jahr).
  • Der Wert der Erholungsleistung Wald wird auf CHF 2 bis 4 Mrd. geschätzt.
  • Rund 6% der Schweizer Waldfläche sind Reservate.
  • Über 25’000 Arten sind auf den Wald angewiesen.
  • Das sind über 40% der gesamten Schweizer Artenvielfalt.
  • Eichen sind wertvoll; mehr als 500 heimische Insekten sind auf sie angewiesen.
  • In Europa wurden schon über 1’000 Käferarten auf der Eiche nachgewiesen.
  • Rund 250 Tonnen Pilze im Wert von ca. CHF 11,5 Mio. werden jährlich gesammelt.
  • Dazu kommen 2’000 t Honig (Wert CHF 52 Mio.).
  • Und 2’000 t Wildfleisch (Wert CHF 20 Mio.).
  • Jedes Jahr werden zudem 150’000 Christbäume (Wert CHF 5 Mio.) im Wald geerntet.
  • In unserem Wald sind fast 150 Mio. t Kohlenstoff gespeichert (≈ 550 Mio. t CO2).
  • Wenn Holz Öl (z. B. Heizung) ersetzt, können pro Liter Öl mehr als 3 kg CO2 gespart werden.

Fakten und Zahlen

Rohstoff Holz

Der Wald liefert den natürlich nachwachsenden Rohstoff Holz. Dieses wird als Baumaterial und zum Schreinern verwendet, für ganze Häuser, Dachstühle oder etwa in der Möbelherstellung. Ein wachsender Anteil des in der Schweiz geernteten Holzes ersetzt fossile Brennstoffe und wird in Holzfeuerungen zu Wärme umgewandelt.

Jährlich wachsen im Schweizer Wald ca. 10 Mio. m3 Holz nach. Davon wird ca. die Hälfte, also rund 5 Mio. m3, geerntet. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung liesse die Nutzung von zusätzlichen 2 bis 3 Mio. m3 zu. Der Schweizer Wald wird also momentan unternutzt. Somit wächst der potenzielle Holzvorrat in den Wäldern kontinuierlich an und die Bestände werden tendenziell älter. Ältere Waldbestände werden allerdings instabiler, will heissen anfälliger auf Schadereignisse wie z. B. Sturm oder Käferbefall.

Deshalb ist es wichtig, Holz zu nutzen und die Wälder regelmässig zu verjüngen. Dadurch kann ein nachhaltiger Rohstoff gewonnen werden, gleichzeitig bleiben die Wälder durch die Bewirtschaftung fit und können so ihre vielfältigen Funktionen besser erfüllen.

Holzverbrauch Schweiz

Der Schweizer Holzverbrauch liegt durchschnittlich pro Jahr bei rund 10,5 Mio. m3. Er wird gedeckt durch:

  •  die Holzernte im Schweizer Wald
  •  die Differenz zwischen Holzimport und -export
  •  Flurholz und Holzkohle
  •  recyceltes Altholz und Altpapier

Rund die Hälfte des Holzes wird für die energetische Nutzung verwendet; je ein Viertel entfällt auf Massivholzprodukte/Holzwerkstoffe und Papier/Karton.

Holz speichert und spart Kohlendioxid

Wald und Holz sind bedeutende CO2-Speicher: Das CO2 wird von den Bäumen in grossen Mengen im Holz gebunden und in dieser Form dem Wald entnommen, verarbeitet und z. T. über Jahrhunderte gespeichert. Dazu kommt der sogenannte Substitutionseffekt des Holzes: Überall, wo Holz verwendet wird, kann eine andere (CO2-intensivere) Ressource gespart werden, etwa Beton/Stahl im Bau oder Erdöl/Erdgas bei der Wärmegewinnung.

Bei optimalen Prozessen kann das Holz mehrfach wiederverwendet und schliesslich der energetischen Nutzung zugeführt werden (Kaskadennutzung). Dadurch vervielfacht sich der CO2-relevante Spareffekt des Holzes, weil mit jeder Einheit Holz an verschiedenen Stellen ein anderer Rohstoff ersetzt oder eingespart werden kann. Sind ausserdem die Transportwege kurz (wenig graue Energie), gibt es kaum etwas Klimafreundlicheres als Schweizer Holz!

Schweizer Holz – natürlich aus dem Schweizer Wald

Deshalb ist die Verwendung von Schweizer Holz besonders nachhaltig. Ausserdem werden dadurch Arbeitsplätze erhalten und eine regionale Wertschöpfung gefördert

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